Letztes Update am Juli 13, 2022
Hell | Dunkel

Mit dem HDR Efex Pro 2-Modul können Sie Bilder zusammenführen, die mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen wurden, um den Dynamikumfang zu erweitern, was die Fähigkeit bezeichnet, die dunkelsten und hellsten Töne in ein und demselben Bild zu vereinen. Dank seiner 32-Bit-Engine bietet HDR Efex Pro 2 viele kreative Möglichkeiten, sowohl für surreale als auch für natürliche Renderings. Zudem können Sie anschließend das zusammengeführte Bild als Ganzes oder auch selektiv, mit Hilfe von von Kontrollpunkten, weiter bearbeiten.

Benutzeroberfläche von HDR Efex Pro 2.
Bild: Chris Gorman

Da sich der Zugriff auf HDR Efex Pro 2 von anderen Nik Collection Modulen unterscheidet, finden Sie weitere Informationen dazu im Kapitel Workflow.

Einstellungen und Hilfe

In den Einstellungen von HDR Efex Pro 2 können Sie die Einstellungen für die Benutzeroberfläche, die Verarbeitung von Ghosting-Effekten, die GPU-Beschleunigung, die Bildausgabe und das Stapeln von Bildern mit Originalen vornehmen.

Klicken Sie nach dem Start von HDR Efex Pro 2 unten links auf die Schaltfläche Einstellungen. Im schwebenden Fenster können Sie den betreffenden Menüpunkt öffnen, indem Sie auf die jeweilige Zeile klicken, beginnend mit den Einstellungen der Benutzeroberfläche:

Ausrichtung und Ghosting-Effekt-Reduzierung

Falls gewünscht, kann HDR Efex Pro 2 Bilder zusammenführen, die aus der Hand aufgenommen wurden und/oder sich bewegende oder bewegliche Elemente enthalten. Es ist auch in der Lage, chromatische Aberration zu korrigieren.

* Die Änderungen werden beim nächsten Start von HDR Efex Pro 2 übernommen.
* Wenn Sie für jede der oben genannten Optionen Letzte Einstellungen verwenden wählen, wird automatisch die Einstellung der vorherigen Sitzung übernommen.

GPU

Im Menüpunkt GPU (Graphics Processor Unit), den Sie durch Klicken auf die entsprechende Zeile aufrufen, kann die Grafikkarte Ihres Computers mit den Berechnungen für die Bildvbearbeitung betraut werden, was den Hauptprozessor entlastet. Aktivieren Sie dazu das Kontrollkästchen GPU zur Bildverarbeitung nutzen. Dort finden Sie auch Informationen zu Ihrer GPU: Marke, Modell, Speicher und Treiberversion (falls verfügbar).

Einstellungen zur Bildausgabe

In diesem Abschnitt können Sie die Parameter der Bildausgabe einstellen, wenn Sie auf den Menüunkt Bildausgabe-Einstellungen klicken:

*Achten Sie bei der Auswahl eines Ausgabeformats darauf, nicht der gleichen Einstellung im Host-Programm zu widersprechen. Wenn Sie im letzteren Fall ein 16 Bit TIFF ausgewählt haben und in einem der Nik Collection Module JPEG auswählen, wird am Ende auch ein JPEG gespeichert.

Stapeln

Mit den folgenden Optionen können Sie die zusammengefügten Bilder bei der Rückkehr in bestimmten Anwendungen verwalten und organisieren:

Nik Collection verbessern

Wenn das Programm Nutzungsstatistiken übertragen soll, öffnen Sie den Abschnitt Nik Collection verbessern durch Klick auf den entsprechenden Menüpunkt und aktivieren Sie das entsprechende Kontrollkästchen. Mit diesen Statistiken, die anonym bleiben, können die Entwickler von DxO Labs bewerten, wie die Benutzer das Programm verwenden, um das Produkt weiter zu entwickeln und zu verbessern. Durch Klick auf den darunter liegenden Link erhalten Sie weitere Informationen (Internetverbindung erforderlich).

Zum Speichern Ihrer Auswahl klicken Sie auf OK, ansonsten klicken Sie auf Abbrechen.

Hilfe

Möchten Sie auf Links zur Online-Hilfe zugreifen, können Sie über den Menüpunkt Hilfe gehen oder auf die Schaltfläche Hilfe unten links klicken (Internetverbindung erforderlich):

Benutzeroberfläche

Im Großen und Ganzen haben alle Komponenten der Nik Collection-Suite bis auf wenige Details und Elemente dieselbe Benutzeroberfläche. HDR Efex Pro 4 besteht aus 5 verschiedenen Elementen:

  1. Die obere Werkzeugleiste
  2. Das linke Fenster
  3. Der Bildvorschau-Bereich
  4. Das rechte Fenster
  5. Die untere Werkzeugleiste
Die 5 Elemente der Benutzeroberfläche HDR Efex Pro 2.

HDR Efex Pro 2 enthält auch ein Vorschaufenster für das Zusammenfügen der Bilder. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Bilder zusammenführen in diesem Kapitel.
Weitere Informationen und Details zu den Menüs Bearbeiten und Hilfe (das Menü Datei ist im Plug-in-Modus inaktiv) finden Sie auf der Seite Standalone-Modus (Kapitel Workflow).

Die obere Werkzeugleiste

Die obere Werkzeugleiste beinhaltet die Werkzeuge und Befehle, die sich auf die Anzeige der Seitenfenster und des Bildes selbst beziehen.

Die obere Werkzeugleiste.
  1. Anpassungsleisten ausblenden oder anzeigen*: Blendet das linke Fenster ein oder aus.
  2. Einzelbildansicht: Normale Bildanzeige ohne Trennlinie oder Vergleichsbild.
  3. Vorschau unterteilen: Teilt das Bild mit einer vertikalen roten Linie in zwei Hälften, die nach links oder rechts verschoben werden kann. Durch einen Klick auf den Pfeil oben links wechseln Sie vom vertikalen in den horizontalen Modus. Die linke (oder obere) Hälfte zeigt das Bild an, wie es im Plug-in geöffnet wurde, während die rechte (oder untere) Hälfte das verarbeitete und korrigierte Bild anzeigt. Sie können auch in das Bild hineinzoomen und sich innerhalb des vergrößerten Bildausschnitts bewegen – entweder mit dem Navigator oder mit dem Handwerkzeug bei gleichzeitigem Drücken der Leertaste.
  4. Vorschau Side-by-Side: Die unbearbeitete Version des Bildes wird links, die bearbeitete Version rechts angezeigt. Sie können die beiden Versionen des Bildes auch übereinander anzeigen lassen, indem Sie auf die Schaltfläche zwischen den Bildern klicken. Sie können auch synchron in beide Bilder hineinzoomen und sich innerhalb des vergrößerten Bildausschnitts bewegen – entweder mit dem Navigator oder mit dem Handwerkzeug bei gleichzeitigem Drücken der Leertaste.
  5. Vergleichen: Durch Klicken auf diese Schaltfläche können Sie das Bild vor und nach erfolgter Korrektur schnell vergleichen. Dieser Vergleich ist nur in der Einzelbildansicht (2) verfügbar.
  6. Zoom**: Diese Schaltfläche ist standardmäßig auf 100 % voreingestellt und Sie können damit ins Bild hineinzoomen. Es erscheint automatisch ein schwebender Navigator, der den vergrößerten Bildbereich anzeigt. Sie können ihn beliebig verschieben, indem Sie ihn greifen und verschieben oder indem Sie auf eine andere Stelle im Navigator klicken. Sie können sich auch mit dem Handwerkzeug bei gleichzeitigem Drücken der Leertaste innerhalb des vergrößerten Bildausschnitts bewegen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Zoom, um zur normalen Anzeige zurückzukehren. Mit dem Pfeil können Sie auf andere Vergrößerungsraten zugreifen (von 6,25 % bis 400 %). Das Zoomen und Bewegen funktioniert auch in der unterteilten oder Side-by-Side Vorschau.
  7. Hintergrundfarbe ändern: Klicken Sie nach und nach auf die Schaltfläche, um den Hintergrund von mittelgrau zu weiß zu schwarz zu ändern, um dann zu mittelgrau zurückzukehren. Auf diese Weise können Sie die Hintergrundfarbe an die Helligkeit des Bildes anpassen, z. B. den Hintergrund abdunkeln, um einen zu starken Kontrast zwischen einem dunklen Bild und der Benutzeroberfläche zu vermeiden.
  8. Anpassungsleisten ausblenden oder anzeigen: Blendet das rechte Fenster ein oder aus.

* Sie können die seitlichen Fenster auch über die Tabulatortaste Ihrer Tastatur ein-/ausblenden.
** Zum Zoomen können Sie auch die Leertaste drücken und durch Loslassen der Taste zur Ursprungseinstellung für den Zoom zurückkehren.

Das schwebende Navigator-Fenster

Das linke Fenster

Das linke Fenster enthält alle Filter und Effekte, die in der Palette Voreinstellungen sowie in den Paletten Benutzerdefiniert und Importiert (zum Laden und Teilen von Effekten mit anderen Nutzern) zusammengefasst sind. Für weitere Informationen zu diesen Paletten lesen Sie bitte Seite Verwendung und Verwaltung von Voreinstellungen.

Das Fenster enthält auch die Palette Protokoll. Sie zeigt alle Bearbeitungs- und Korrekturschritte Ihres Bildes von oben (älter) bis unten (neuer) an. Um das Bild in einem bestimmten Bearbeitungsschritt anzuzeigen, klicken Sie in der Liste auf den betreffenden Schritt. Der ausgewählte Schritt wird gelb angezeigt, alle vorherigen Schritte (weiter oben in der Liste) sind weiß und alle folgenden Schritte (weiter unten in der Liste) sind ausgegraut: Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt eine Korrektur vornehmen, werden die grau hinterlegten Schritte gelöscht.

Mit der Schaltfläche Zusammenführen kehren Sie zum Fenster Zusammenführen zurück (siehe Seite Bilder zusammenführen).

In der geteilten oder Side-by-Side Vorschau können Sie den Protokollmarker (den gelben Pfeil am linken Fensterrand) bewegen, um einen Schritt aus der Bearbeitungshistorie auf die linke Vorschau anzuwenden.

Der Bildvorschau-Bereich

Hier wird das Bild auf einem mittelgrauen Hintergrund angezeigt, den Sie durch Klicken auf die Schaltfläche Hintergrundfarbe ändern in der oberen Symbolleiste anpassen können.

Unten rechts unter dem Bild finden Sie die folgenden Informationen:

  1. Name und Suffix der Datei
  2. Größe in Megapixel
  3. ISO-Empfindlichkeit
  4. Kamera

Das rechte Fenster

Im rechten Fenster werden die Werkzeugpaletten angezeigt, die basierend auf den im linken Bereich ausgewählten Effekten und Filtern zur Verfügung stehen. Es gibt aber auch eine Reihe von Gemeinsamkeiten:

  1. Aktivieren/Deaktivieren des jeweiligen Effekts: Durch Deaktivieren des Kontrollkästchens links neben dem Palettennamen deaktivieren Sie vorübergehend die auf das Bild angewendeten Werkzeuge und Anpassungen. Auf diese Weise können Sie schnelle Vergleiche anstellen. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um Werkzeuge und Einstellungen wieder zu aktivieren.
  2. Zurücksetzen aller Parameter einer Palette auf den Standardwert: Klicken Sie auf den geschwungenen Pfeil, um auf einen Schlag alle Werkzeuge und erfolgten Korrekturen einer Palette zurückzusetzen.
  3. Klicken Sie auf den Filternamen in der Kopfleiste oder den Pfeil links, um die Palette zu schließen/öffnen.
  4. Doppelklicken Sie auf einen Schiebregeler, um die Einstellungen zurückzusetzen.
  5. Selektive Anpassungen: Siehe Seite Korrekturwerkzeuge in diesem Kapitel für eine detaillierte Beschreibung der Kontrollpunkte und ihrer Funktionsweise.

Die Palette Lupe und Histogramm ist unabhängig von den verwendeten Werkzeugen ebenfalls verfügbar. Um von einem zum anderen zu wechseln, fahren Sie mit der Maus direkt unter die Titelleiste und rufen so die Menüführung auf. Klicken Sie dann wahlweise auf die Lupen- oder Histogramm-Funktion:

  1. Lupe:
    • Die Vorschau zeigt eine 200 %ige Echtzeitvergrößerung, wenn Sie den Mauszeiger über das Bild bewegen.
    • Sie können die Lupe auch an einer bestimmten Stelle im Bild festsetzen: Klicken Sie auf die Heftzwecke rechts im Titel der Palette und dann auf die gewünschte Stelle im Bild. Klicken Sie zum Entsperren erneut auf die Heftzwecke.
    • Unabhängig davon, ob die Lupe gesperrt ist oder nicht, können Sie sich einem Klick auf die Lupe auch im Bild bewegen (das in der Mitte angezeigte Bild bewegt sich auch beim Zoomen nicht).
  1. Histogramm :
    • Abgeschnittene Schatten anzeigen / Abgeschnittene Spitzlichter anzeigen: Mit den beiden Schaltflächen an jedem Ende der Auswahl für den Lupen-/Histogrammmodus können geclippte Töne als rote Maske (geclippte Schatten) oder blaue Maske (geclippte Spitzlichter, die weiß geworden sind) angezeigt werden.
    • Standardmäßig zeigt das Histogramm alle Farbkanäle an. Durch Klicken in das Histogramm wechseln Sie nacheinander von allen Farbkanälen zu Rot, Grün, Blau, Helligkeit und dann wieder zurück zu allen Kanälen.

Die untere Werkzeugleiste

Die untere Werkzeugleiste enthält Zugriff auf Hilfe, Plug-in-Einstellungen und die Speicherfunktionen:

  1. Hilfe*: Bietet Zugriff auf das Online-Benutzerhandbuch.
  2. Einstellungen*: Öffnet das Fenster der Plug-in-Einstellungen.
  3. Vorheriges / Nächstes: ermöglicht den Wechsel von einem Bild zum nächsten, sofern mehrere Bilder in derselben Sitzung geöffnet wurden, und gibt die Gesamtanzahl der Bilder an.
  4. Speichern und Bearbeitung später fortsetzen**: Aktiviert den nicht-destruktiven Workflow. Die Schaltfläche „?“ öffnet eine Informationsseite zu diesem Workflow (Internetverbindung erforderlich).
  5. Abbrechen: Bricht die aktuellen Bearbeitungen und Korrekturen ab und schließt das Plug-in. Das Bild in der Hostanwendung wird nicht geändert.
  6. Speichern/Alle speichern: Speichert die Bearbeitungen sowie Korrekturen und schließt dann das Plug-in. Das Bild wird in der Hostanwendung geändert. Der Befehl <strong>Alles speichern </strong>erscheint, wenn mehrere Bilder im Plug-in geöffnet wurden.

* Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Einstellungen und Hilfe.
** Wenn Sie mehr über den nicht-destruktiven Workflow (ab Nik Collection 3) erfahren möchten, rufen Sie das Kapitel Workflow auf.

Tastaturkürzel

AktionWindowsMac
Beschnittene SpitzlichterShift + HShift + H
Beschnittene SchattenShift + SShift + S
AbbrechenStrg + ZCmd + Z
WiederholenStrg + YCmd + Y
VollbildFF
VorschauPP
Werkzeugpaletten ein-/ausblendenTabulatorTabulator
Filter anwendenEnterEingabe
Filter löschenEscEsc
ZoomenLeertasteLeertaste
HineinzoomenStrg + „+“Cmd + „+“
HerauszoomenStrg + „-„Cmd + „-„
AnpassenStrg + 0Cmd + 0
Auf 100 % zoomenStrg + Alt + 0Cmd + Alt + 0
Kontrollpunkt hinzufügenStrg + Shift + ACmd + Umschalt + A
Kontrollpunkt löschenEntfEntf
Kontrollpunkt duplizierenStrg + D, Alt + ziehen oder Strg + C zum Kopieren, dann Strg + V zum EinfügenCmd + D, Option + Ziehen, oder Cmd + C zum Kopieren, dann Cmd + V zum Einfügen
Kontrollpunkt anzeigen/ausblendenEE
Kontrollpunkte gruppierenStrg + GCmd + G
Gruppierung der Kontrollpunkte aufhebenStrg+ Shift + GCmd + Umschalt + G

Bilder zusammenführen

Die Arbeit in HDR Efex Pro 2 erfolgt in zwei Schritten: Zusammenführen der Bilder und anschließendes Bearbeiten der HDR-Bilder. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über das Zusammenführen von Bildern, bei dem eine spezielle Schnittstelle zum Einsatz kommt: Das Fenster Zusammenführungseinstellungen, das typische Probleme behandelt, die beim Zusammenführen von Bildern auftreten können. Sobald die Originalbilder zusammengeführt wurden, wird das HDR-Bild im Plug-in angezeigt.

Der Zugriff auf und die Nutzung von HDR Efex 2 basiert auf einem bestimmten Workflow, insbesondere im Hinblick auf Hostanwendungen. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Workflow.

Beim Öffnen der Bilder

Nachdem Sie Bilder Ihrer Belichtungsreihe für die HDR-Zusammenführung ausgewählt und an HDR Efex Pro 2 übergeben haben, werden diese zunächst im Fenster Zusammenführungseinstellungen geöffnet, in dem Sie die folgenden Optionen finden:

  1. Die Miniaturansichten der Bilder werden im oberen Teil des Fensters angezeigt und sind durch ihre Dateinamen gekennzeichnet. Das dunkelste Bild ist links, das normal belichtete Bild ist in der Mitte, und das hellste Bild befindet sich rechts. Dies gilt auch, wenn Ihre Belichtungsreihe mehr als 3 Bilder enthält. Ebenso verhält es sich, wenn Sie nur 2 Bilder öffnen.*
  2. Wenn der Belichtungsunterschied zwischen den einzelnen Bildern mehr als 3 Blendenstufen beträgt, werden Sie durch eine Meldung gewarnt, dass die Qualität der Zusammenführung beeinträchtigt werden kann, aber Sie können die Zusammenführung trotzdem starten. Andernfalls wählen Sie Bilder mit einer kleineren Belichtungsdifferenz oder fügen Sie Zwischenbilder hinzu.
  3. Ein Ausrufezeichen in einem gelben Dreieck kennzeichnet Bilder mit Problemen in Bezug auf Metadaten oder Bildinformationen (Brennweite, Bildgröße etc.), die HDR Efex Pro 2 benötigt, um die Bilder zusammenzuführen. In einigen Fällen setzt HDR Efex Pro 2 dennoch die Bildzusammenführung fort, beschneidet dann aber das Bild beim Zusammenführen automatisch, falls nötig.

Im Falle von Problemen im Zusammenhang mit Belichtungsabweichungen werden zusätzlich zu einem gelben Dreieck unter den Bildern Menüs zur Belichtungseinstellung angezeigt:

  1. Unter den Miniaturbildern finden Sie ein Menü, mit dem Sie Belichtungsunterschiede von einem Bild zum nächsten (Bracketing-Technik) einzeln manuell anpassen können, insbesondere wenn HDR Efex Pro 2 aus irgendeinem Grund diese Informationen in den EXIF-Metadaten der Bilder nicht automatisch erkennt.
  2. Sie können auch die Belichtungsunterschiede pro Bildstapel einstellen, indem Sie einen Wert aus dem Menü Abstand in LW (Belichtungswert**) rechts wählen. Wenn Sie z. B. 3 wählen, wenden Sie eine Differenz von 3 Blendenstufen (oder 3 LW) zwischen dem dunkelsten Bild und dem normalen Bild und dann zwischen dem normalen Bild und dem hellsten Bild an. In diesem Fall beträgt die Differenz zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Bild 3 LW + 3 LW = 6 LW oder 6 Blendenstufen.
  3. Jede Änderung der Blendenwerte und ihrer Abweichungen aktualiert die Vorschau des endgültigen Bildes.

* Wenn Sie nur ein einzelnes Bild in HDR Efex Pro 2 aufrufen, wird es direkt geöffnet, ohne dass sich das Zusammenführungsfenster öffnet. In diesem Fall können Sie im Einzelbild-HDR-Modus arbeiten, allerdings mit allen Einschränkungen, die dies in Bezug auf Dynamikumfang mit sich bringt.
** Der Begriff des Belichtungswertes, wie er hier ausgedrückt wird, bezieht sich auf den Wert LW (Lichtwert) oder EV (Exposure Value auf Englisch). Der Einfachheit halber: 1 EV = 1 LW = 1 Blende.

Umgang mit Problemen

Vor dem Zusammenführen von Bildern können mit HDR Efex Pro 2 bestimmte Probleme korrigiert und in der Vorschau angezeigt werden. Jede der folgenden Optionen kann durch Klicken in die entsprechenden Kästchen deaktiviert werden:

  1. Ausrichtung: Zur bestmöglichen Ausrichtung von Bilderserien, die ohne Stativ aufgenommen wurden.
  2. Ghosting-Effekt-Reduzierung*: Die Algorithmen erkennen und vermeiden die Wiederholung eines sich bewegenden Elements im Bild (Fußgänger, Fahrzeug usw.). Sie können die Intensität der Reduzierung wählen, wohl wissend, dass sie umso wirksamer ist, je höher der Wert ist, aber auf Kosten der Rechenzeit, mit dem wahrscheinlichen Auftreten von lokalen Artefakten oder Rauschen im Endbild.
  3. Chromatische Aberration*: Schwächt Farbsäume entlang kontrastreicher Konturen (Äste eines Baums vor sehr hellem Himmel und am Bildrand gelegen). Es wird jedoch dringend empfohlen, dieses Phänomen in Ihrer Hostanwendung in den Originaldateien zu behandeln.

* Sie können die Wirkung der Ghosting-Effekt-Reduzierung und chromatischen Aberrationen in der Vorschau des zusammengeführten Bildes überprüfen (siehe unten).

Vorschau und Prüfen des zusammengeführten Bildes

Eine Vorschau des Bildes nach der HDR-Zusammenführung ist in der Schnittstelle verfügbar. Sein Aussehen variiert je nach den manuellen Einstellungen für die Blenden-Unterschiede.

Der Schieberegler Belichtung der Voransicht steuern*, der sich direkt unter dem Vorschaubild befindet, zeigt eine Vorschau eines jeden zusammgeführten Bildes unter Nennung der Blendenwerte für beide Enden der Skala.

Möchten Sie das dunkelste Bild betrachten, schieben Sie den Schieberegler ganz nach links, für das hellste Bild ganz nach rechts, entsprechend dazwischen für die Zwischenbilder.

Mit dem Schieberegler können Sie das Bild auch verdunkeln oder aufhellen, um es auf

Geisterbilder und chromatische Aberrationen hin zu untersuchen, nachdem Sie auf die Schaltfläche Lupe geklickt haben:

  1. Bewegen Sie die Lupe in das Bild und positionieren Sie sie dann mit Hilfe des roten Rechtecks an der gewünschten Stelle. Sobald die Position bestimmt ist, wird der sich im roten Rechteck befindliche Teil des Bildes in der Lupe angezeigt.
  2. Sie können den Anzeigemodus oben in der Lupe ändern, indem Sie entweder auf Ghosting- Effekt-Reduzierung oder auf Chromatische Aberration klicken (der aktive Modus wird gelb angezeigt).
  3. Zum Beenden der Lupenfunktion klicken Sie erneut auf die Schaltfläche Lupe.

* Der Schieberegler stellt nur die Helligkeit des Vorschaubildes ein, er hat keinen Einfluss auf das finale HDR-Bild.

HDR-Zusammenführung starten

Sobald Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, müssen Sie nur noch mit dem Zusammenführen der Bilder beginnen:

  1. Klicken Sie auf HDR erstellen.
  2. Sie wechseln sofort in die HDR Efex Pro 2-Benutzeroberfläche, wobei der aktuelle Verarbeitungsstatus durch einen Fortschrittsbalken angezeigt wird.

Wenn Sie zum Fenster Zusammenführungseinstellungen zurückkehren möchten, insbesondere um Ihre Einstellungen zu ändern, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Gehen Sie in die Palette Protokoll (linkes Fenster).
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Zusammenführen oben in der Palette.

Verwendung und Verwaltung von Voreinstellungen

Die Palette Voreinstellungen

Die Voreinstellungs-Bibliothek ist eine Sammlung von für HDR Efex Pro 2 verfügbaren Effekten, mit Miniaturansichten, die den Effekt jedes Stils auf das aktive Bild anzeigen. Voreinstellungen sind eine schnelle Möglichkeit, HDR Efex Pro 2 kennenzulernen und zu verwenden. Gleichzeitig bieten sie einen Ausgangspunkt für die Erstellung benutzerdefinierter Voreinstellungen, die Sie dann mit einem einzigen Klick auf Ihr Bild anwenden können.

Kategorien von Voreinstellungen

Über die vordefinierten Kategorien können Sie die bereitgestellten Voreinstellungen filtern. Wenn Sie auf eine Kategorie klicken, werden nur die Voreinstellungen dieser Kategorie angezeigt. Klicken Sie auf die Kategorie Alle, um wieder alle verfügbaren Voreinstellungen anzuzeigen. Die Kategorien sind:

Favoriten hinzufügen

Durch Klicken auf den Stern links neben einem Filter ordnen Sie ihn der Kategorie Favoriten zu. Um einen Filter aus der Kategorie Favoriten zu entfernen, klicken Sie erneut auf seinen Stern (weißer Stern: Nicht den Favoriten zugeordnet, gelber Stern: Als Favorit gespeichert).

Palette Benutzerdefiniert

In dieser Bibliothek werden alle Ihre benutzerdefinierten Voreinstellungen gespeichert. So sind sie von den in der Software enthaltenen Voreinstellungen zu trennen und erleichtern Ihren eigenen Workflow. Zu den benutzerdefinierten Voreinstellungen gehören Ihre eigenen Filter, Voreinstellungen und Effekte, die Sie auch mit anderen Benutzern der Nik Collection teilen können – und umgekehrt!

  1. Erstellen Sie eine neue benutzerdefinierte Voreinstellung basierend auf dem Status des aktuellen Fotos (Schaltfläche +): Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um die aktuellen Korrekturen als benutzerdefinierte Voreinstellung zu speichern. Nach der Namensvergabe wird die Miniaturansicht zur späteren Verwendung der Palette Benutzerdefiniert hinzugefügt.
  2. Benennen Sie eine Voreinstellung um: Klicken Sie auf den Namen der Voreinstellung unterhalb der Miniaturansicht, um das Eingabefeld zu aktivieren. Bestätigen Sie nach Eingabe des neuen Namens mit der Eingabetaste.
  3. Zu Favoriten hinzufügen: Klicken Sie auf den Stern, um die Voreinstellung der Palette Favoriten zuzuweisen (der Stern wird gelb). Klicken Sie erneut, um den Stern wieder zu entfernen (der Stern wird wieder weiß).
  4. Eine Voreinstellung löschen*: Bewegen Sie den Mauszeiger über die Voreinstellung, damit die in der Miniaturansicht eingebetteten Schaltflächen angezeigt werden. Klicken Sie oben links auf das X, um sie aus der Palette Benutzerdefiniert zu löschen. Die Löschmöglichkeit besteht nur bei importierten/benutzerdefinierten Voreinstellungen.
  5. Eine Voreinstellung exportieren*: Bewegen Sie den Mauszeiger über die benutzerdefinierte Voreinstellung, damit die in der Miniaturansicht eingebetteten Schaltflächen angezeigt werden. Durch Klicken auf die Schaltfläche oben rechts können Sie die Voreinstellung exportieren, um sie mit anderen zu teilen. In einem Systemdialogfeld können Sie den Namen ändern und den Speicherort festlegen, bevor Sie auf Speichern klicken.
  6. Eine Voreinstellung mit den aktuellen Einstellungen überschreiben*: Bewegen Sie den Mauszeiger über die benutzerdefinierte Voreinstellung, damit die in der Miniaturansicht eingebetteten Schaltflächen angezeigt werden. Durch Klicken auf die Schaltfläche unten rechts können Sie die Voreinstellung aktualisieren, wenn Sie mit den Werkzeugen im rechten Fenster Änderungen an den Einstellungen vorgenommen haben.
  7. Alle exportieren: Mit dieser Schaltfläche, die sich ganz unten in der Palette befindet, können Sie alle Voreinstellungen auf einmal in einem zuvor erstellten Ordner speichern, auf den über ein Systemdialogfeld zugegriffen werden kann.

* Diese Befehle sind nur auf benutzerdefinierte Voreinstellungen anwendbar und nicht für Voreinstellungen, die von Anfang an im Plug-in enthalten waren.

Palette Importiert

Diese Bibliothek sammelt die Voreinstellungen, die Ihnen von einem anderen Benutzer zur Verfügung gestellt wurden oder die Sie aus dem Internet heruntergeladen haben.

  1. Ein Preset von Ihrem Computer importieren (Schaltfläche +): Nachdem Sie auf diese Schaltfläche geklickt haben, öffnet sich ein Systemdialogfeld, in dem Sie die zu importierenden Voreinstellungen suchen können. Nachdem Sie sie ausgewählt haben, klicken Sie auf Öffnen. Die importierten Voreinstellungen erscheinen als

Miniaturansichten in der Palette Importiert.

  1. Eine Voreinstellung löschen*: Bewegen Sie den Mauszeiger über die Voreinstellung, damit die in der Miniaturansicht eingebetteten Schaltflächen angezeigt werden.
  2. Klicken Sie oben links auf das X, um sie aus der Palette Benutzerdefiniert zu löschen. Die Löschmöglichkeit besteht nur bei importierten/benutzerdefinierten Voreinstellungen.
  3. Eine Voreinstellung exportieren*: Bewegen Sie den Mauszeiger über die benutzerdefinierte Voreinstellung, damit die in der Miniaturansicht eingebetteten Schaltflächen angezeigt werden. Durch Klicken auf die Schaltfläche oben rechts können Sie die Voreinstellung exportieren, um sie mit anderen zu teilen. In einem Systemdialogfeld können Sie den Namen ändern und den Speicherort festlegen, bevor Sie auf Speichern klicken.
  4. Alle exportieren: Mit dieser Schaltfläche, die sich ganz unten in der Palette befindet, können Sie alle Voreinstellungen auf einmal in einem zuvor erstellten Ordner speichern, auf den über ein Systemdialogfeld zugegriffen werden kann.

* Diese Befehle sind nur auf benutzerdefinierte Voreinstellungen anwendbar und nicht für Voreinstellungen, die von Anfang an im Plug-in enthalten waren. Beachten Sie, dass Sie importierte Voreinstellungen nicht aktualisieren oder umbenennen können. Möchten Sie dies dennoch tun, so ändern Sie gewissen Einstellungen und speichern Sie die angepasste Voreinstellung als neues Voreinstellung ab.

Korrekturwerkzeuge

Mit den Korrekturwerkzeugen von HDR Efex Pro 2 können Sie weit über die einfache Auswahl einer vordefinierten HDR-Wiedergabe hinausgehen. Sie können die HDR-Methode, Tonwert-Komprimierung, Tonwerte und Farbe ändern, aber auch lokalisierte Anpassungen mit Hilfe von Kontrollpunkten vornehmen.

Die HDR-Verarbeitungs-Engine in HDR Efex Pro 2 ist 32-Bit End-to-End (im Vergleich zu 16-Bit RAW-, TIFF- oder 8-Bit JPEG-Dateien).

Globale Anpassungen

Nach dem Zusammenfügen und dem Öffnen Ihres HDR-Bildes wendet das Programm ein Standard-Rendering (Typ 01 – Standard) an, und von dort aus können Sie:

Für die letzten beiden Fälle stehen Ihnen im rechten Fenster Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Sie auf Tonwertkomprimierung, Tonalität und Farbe einwirken, selektive Korrekturen mit Kontrollpunkten zuweisen und einige Finishing-Effekte anwenden können.

Tonwert-Komprimierung

Die Tonwertkomprimierung wird verwendet, um große Helligkeitsschwankungen zu reduzieren, Details und Informationen in dynamischen Bildbereichen wiederherzustellen und dem Bild durch die Kombination der folgenden Einstellungen ein besonderes Aussehen zu verleihen:

  1. Tonwert-Komprimierung*: Stellt die Helligkeit der verschiedenen Tonwerte im Verhältnis zueinander ein.
  2. Methode Stärke*: Passt den kombinierten Effekt aus Einstellungen des HDR-Verfahrens (s.u.) und der Tonwert-Komprimierung an.
  3. HDR-Verfahren*: Je nach ursprünglich ausgewähltem Verfahren wendet HDR Efex Pro 2 unterschiedliche Stufen auf die folgenden Einstellungen an:
    • Tiefe: Beeinflusst die Gesamtwirkung des HDR-Renderings mit den Einstellungen Aus, Subtil, Normal, Stark.
    • Detail: Erhöht die Detailgenauigkeit bis zum Äußersten, mit den Einstellungen Weich, Realistisch, Akzentuiert, Detailliert, Grungy.
    • Drama: Wirkt sich auch auf den Detailkontrast bis hin zum Extremen aus, mit den Einstellungen Flach, Natürlich, Tief, Trüb, Scharf und Körnig aus.

* Tipp: Nehmen Sie zuerst die Einstellungen für das HDR-Verfahrenvor, dann die Einstellungen für die Tonwert-Komprimierung und stellen Sie schließlich die Stärke der Methode ein (arbeiten Sie in der 3-1-2-Richtung der oben genannten Punkte).

Tonwert

Mit den Schiebereglern in der Tonwert-Palette können Sie die Gesamthelligkeit und den Kontrast Ihres Bildes korrigieren und die Präsenz von Details und Texturen verbessern:

  1. Belichtung: Über diesen Schieberegler stellen Sie die Gesamthelligkeit des Bildes ein, dunkler nach links, heller nach rechts, mit der Möglichkeit, am Ende des Spektrums mit den folgenden beiden Schiebereglern feiner einzugreifen:
    • Schatten: Korrigiert die Helligkeit der dunkelsten Bildbereiche.
    • Spitzlichter: Korrigiert die Helligkeit der Spitzlichter im Bild.
  2. Kontrast: Dieser Schieberegler wirkt auf die Helligkeitsunterschiede ein, indem er dem Bild mit Schieben nach links eine eher flachen Anmutung gibt (Verringerung der Helligkeitsunterschiede zwischen dunklen und hellen Tönen) oder bei Verschieben nach rechts einen sehr modellierten Aspekt (Verstärkung der Helligkeitsunterschiede, mit kompakteren Tiefen und mehr Helligkeit in den hellen Tönen). Mit den beiden darunter angeordneten Schiebereglern können Sie die Kontrasteinstellungen feinjustieren:
    • Schwarz: Ein Verschieben nach rechts hellt die dunklen Bildbereiche subtil auf und ruft mehr Details ab, ein Verschieben nach links vertieft die Dichte der dunklen Bildbereiche.
    • Weiß: Ein Verschieben des Reglers nach links bewahrt die Details heller Bereiche durch subtile Verdunkelung, ein Verschieben nach rechts verleiht ihnen mehr Brillanz.
  3. Struktur: Ein Verschieben nach rechts verstärkt kleine Bilddetails und Texturen, während ein Verschieben nach links sie verschwimmen lässt.

Farbe

In der Palette Farbe können Sie Ihr Bild erwärmen oder abkühlen und die Gesamthelligkeit der Farben reduzieren oder verbessern:

  1. Sättigung: Erhöhen Sie die Farbintensität, indem Sie den Schieberegler nach rechts bewegen, oder entfernen Sie Farben allmählich bis hin zu Graustufen, indem Sie ihn nach links bewegen.
  2. Temperatur: Der Schieberegler verwendet dasselbe Weißabgleichsprinzip, das in jeder Bildbearbeitungssoftware zu finden ist. Erwärmen Sie das Bild bei Verschieben des Reglers nach rechts (dem Bild wird Gelb hinzugefügt) und kühlen Sie mit Verschieben des Reglers nach links ab (dem Bild wird Blau hinzugefügt).
  3. Tönung: Gleicht mögliche Farbverschiebungen aus (Grün auf der einen Seite, Magenta auf der anderen), nachdem die Temperatur angepasst wurde.

Selektive Anpassungen

Selektive Anpassungen erlauben die Korrekturen nur bestimmter Teile des Bildes. Fügen Sie einen Kontrollpunkt hinzu und wenn Sie die Schieberegler dafür einstellen, wirkt sich dies nur auf die Objekte oder Bereiche aus, die vom Kontrollpunkt abgedeckt werden. In HDR Efex Pro 2 übernehmen die Kontrollpunkte die globalen Einstellungen und bieten die Möglichkeit, das gewählte HDR-Verfahren anzupassen.

Weitere Informationen und Details zur Bedienung der Kontrollpunkte finden Sie im folgenden Kapitel.

Kontrollpunkte

  1. Schaltfläche Kontrollpunkt: Klicken Sie auf die Schaltfläche, um einen Kontrollpunkt zu erstellen. Der Mauszeiger ändert sich und zeigt an, dass Sie klicken können, um den Kontrollpunkt im Bild zu platzieren. Sie können so viele Kontrollpunkte platzieren, wie Sie wollen. Nachdem Sie den Kontrollpunkt im Bild platziert haben, können Sie die folgenden Einstellungen anwenden und anpassen:
  2. Größe: Mit dem Schieberegler können Sie den Bereich oder Radius der Anwendung des Kontrollpunktes einstellen. Alle Bildelemente, deren Farbe, Helligkeit und Kontrast den Pixeln entsprechen, auf denen der Kontrollpunkt platziert wurde, sind von den folgenden Korrekturen und Einstellungen betroffen.
  3. Nachdem Sie den Kontrollpunkt im Bild platziert haben, können Sie die folgenden Einstellungen anwenden und anpassen:
    • Belichtung (Bel): Ändert die Belichtung des markierten Bildbereichs oder ausgewählten Objekts. Kontrast (Ko): Ändert den Kontrast des markierten Bildbereichs oder ausgewählten Objekts.
    • Sättigung (Sä): Ändert die Farbsättigung des markierten Bildbereichs oder ausgewählten Objekts.
    • Struktur (St): Verstärkt oder mildert die Struktur (Detailwiedergabe und Texturen) des markierten Bildbereichs oder ausgewählten Objekts.
    • Schwarz (Sch): Verstärkt oder reduziert das Schwarz in den Tiefen des markierten Bildbereichs oder ausgewählten Objekts.
    • Weiß (We): Verstärkt oder reduziert die Helligkeit in den Spitzlichtern des markierten Bildbereichs oder ausgewählten Objekts.
    • Temperatur (Te): Erwärmt (Farbe in Richtung Gelb) oder kühlt (Farbe in Richtung Blau) den markierten Bildbereich oder das ausgewählte Objekt ab.
    • Tönung (Tö): Gleicht mögliche Farbverschiebungen aus (Grün auf der einen Seite, Magenta auf der anderen).
    • Methode Stärke (MS)*: Kann verwendet werden, um das zuvor gewählte HDR-Verfahren zu verstärken oder abzuschwächen.
  4. Das kleine Dreieck, das sich unter den ersten 4 Schiebereglern (Bel, Ko, Sä, St) befindet, ermöglicht das Ein-/Ausblenden der anderen Schieberegler des Kontrollpunktes.

* HDR-Verfahren und Tonwert-Kompression können mit diesem Schieberegler angepasst, aber nicht verändert werden.

Palette Kontrollpunkte

Über die Palette Kontrollpunkte können Sie die verschiedenen, im Bild platzierten Kontrollpunkte verwalten. Sie werden in einer fortlaufend nummerierten Liste aufgeführt. Ein aktiver Kontrollpunkt wird in Gelb angezeigt.

  1. Effekt für alle Kontrollpunkte aktivieren/deaktivieren: Der Schalter links in der Überschriftenzeile aktiviert und deaktiviert alle auf das Bild angewandten Kontrollpunkte sowie die damit verbundenen Korrekturen und Anpassungen.
  2. Effekt des Kontrollpunktes anzeigen/ausblenden: In der Liste der Kontrollpunkte können Sie über das Kontrollkästchen links neben jedem Kontrollpunkt den Effekt des betreffenden Kontrollpunktes mit seinen zugehörigen Korrekturen und Einstellungen anzeigen/ausblenden.
  3. Auswahl für alle Kontrollpunkte anzeigen/ausblenden: Diese Schaltfläche zeigt die schwarzweißen Masken aller Kontrollpunkte an. Um die Maske jeweils nur eines Kontrollpunktes anzuzeigen, markieren Sie das Kästchen auf der rechten Seite der Liste. In der monochromen Maske zeigt Weiß Bereiche des Bildes an, in denen eine 100 %ige Korrektur angewendet wird, Schwarz zeigt keine Korrektur an und Grauvariationen zeigen Bereiche an, die mehr oder weniger von der Korrektur betroffen sind.
  4. Gibt die Größe jedes Kontrollpunkts in % an.
  5. Schaltfläche Gruppieren: Sie können mehrere Kontrollpunkte gruppieren, indem Sie diese vorher markieren (zeichnen Sie ein Rechteck, das die Kontrollpunkte umfasst, oder klicken Sie mit gedrückter Strg/Cmd-Taste darauf) und dann auf diese Schaltfläche klicken. In der Liste werden die ausgewählten Kontrollpunkte in einer nummerierten Gruppe zusammengefasst. Wenn Sie eine Korrektur auf einen der Kontrollpunkte anwenden, wird die Korrektur ebenfalls auf die anderen Kontrollpunkte der Gruppe angewendet. Der Größen-Schieberegler für jeden einzelnen Kontrollpunkt in einer Gruppe kann jedoch separat eingestellt werden.
  6. Schaltfläche Gruppierung aufheben: Möchten Sie die Gruppierung der Kontrollpunkte wieder aufheben, wählen Sie die Gruppe aus der Liste aus und klicken Sie dann auf diese Schaltfläche. Alle Kontrollpunkte werden als ungruppiert angezeigt, sodass Sie einzelne Kontrollpunkte löschen, anpassen oder neue Gruppen erstellen können.
  7. Schaltfläche Duplizieren: Durch Anklicken dieser Schaltfläche duplizieren Sie den/die aktuell ausgewählten Kontrollpunkt(e). Sie können einen Kontrollpunkt auch duplizieren, indem Sie mit der Alt-/Optionstaste darauf klicken (der Mauszeiger ändert sich in ein „+“) und dann mit der Maus ziehen, um den duplizierten Kontrollpunkt neu zu positionieren.
  8. Schaltfläche Löschen: Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um den oder die aktuell ausgewählten Kontrollpunkte zu löschen.

Abschließende Anpassungen

Die Palette Abschließende Anpassungen ist rein kreativ und bietet die Platzierungsmöglichkeit von Vignetten, graduelle ND-Effekte und weitergehende Bearbeitungsmöglichkeiten für Tonwerte und Kurven.

  1. Abschnitt Vignette: Mit diesen Werkzeugen können Sie einen Verdunkelungs-/Aufhellungs-Effekt zu den Bildrändern hin anwenden, um Ihrem Foto eine Vignette zu verleihen oder um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Motiv zu lenken:
    • Dropdown-Menü Vignette: Standardmäßig steht es auf Aus (keine Vignette). Gehen Sie die Liste durch und Sie sehen den jeweils ausgewählten Effekt in Echtzeit an Ihrem Bild. Möchten Sie einen Effekt anwenden, klicken Sie ihn an.
    • Mitte setzen: Klicken Sie auf die Schaltfläche, um die Mitte der Vignette festzulegen. Der Mauszeiger ändert sich in ein „+“, klicken Sie dann, um ihn im Bild zu platzieren. Wenn Sie die Positionierung ändern möchten, klicken Sie erneut auf die Schaltfläche und beginnen Sie von vorn.
    • Stärke: Bestimmt die Stärke der Vignette. Wenn Sie diesen Schieberegler nach links schieben, werden die Ränder des Bildes dunkler, wenn Sie ihn nach rechts schieben, heller.
    • Kreis: Bestimmt die generelle Form der Vignette – kreisförmig oder rechteckig.
    • Größe: Stellt das Ausmaß des Effekts im Bild ein.
Schwarzer Rahmen 1 Vignettierungseffekt.
  1. Abschnitt Graduated Neutral Density: Dunkelt den oberen und unteren Bildbereich mehr oder weniger ab, ohne die Farben zu verändern:
    • Obere Helligkeit: Bestimmt die Helligkeit (heller oder dunkler) der oberen 2/3 des Bildes.
    • Untere Helligkeit: bestimmt die Helligkeit (heller oder dunkler) der unteren 2/3 des Bildes.
    • Mischen: Stellt den Übergang (hart 0%, weich 100%) zwischen dem Bild und dem Rand der oberen oder unteren Helligkeit ein.
    • Vertikal verschieben: Verschiebt den Effekt nach oben oder unten.
    • Horizont drehen: Steuert die Drehung des Effekts.
Untere Helligkeit +1,00.
  1. AbschnittTonwerte & Kurven: Mit Hilfe der Kurve können Sie den Kontrast Ihrer Bilder verfeinern oder vollständig überarbeiten, entweder durch Verwendung einer vordefinierten Kurve oder durch Einwirken auf die Kurven- und Schieberegler der einzelnen Kanäle:
    • Menü Tonwerte & Kurven: Standardmäßig liegt die Einstellung dieses Menüs bei Neutral. Das Menü ermöglicht die Auswahl von Voreinstellungen für Kontrast, Analogfilmkontrast oder Vintage-Verfärbung. Die Kurve ändert sich mit Ihrer Auswahl und natürlich können Sie die jeweils vorgenommenen Einstellungen ändern.
    • Menü Kanal: Standardmäßig auf RGB voreingestellt (RGB: Rot, Grün, Blau), können Sie über dieses Menü den Kanal auswählen, dessen Tonwerte Sie anpassen möchten. Neben den RGB-Farbkanälen gibt es auch einen Kanal für die Luminanz. Sie können Helligkeit und Kontrast Ihres Fotos anpassen, ohne die Farben zu ändern.
    • Tonwertkurve: Klicken Sie auf die Kurve, um sie anzupassen, und fügen Sie Ankerpunkte hinzu, mit denen Sie die Kontrasteinstellungen an bestimmten Punkten auf der Kurve und damit auf dem Bild fixieren können. Doppelklicken Sie darauf, um einen Ankerpunkt wieder zu löschen.
    • Tonwerte-Schieberegler: Verschieben Sie die Schieberegler für Schatten (links), Mitteltöne (Mitte) oder Spitzlichter, um die jeweiligen Bildbereiche einzustellen.
Heller Kontrast

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